Bundestrainerin Voss-Tecklenburg: "Wir wollen Löhne, die gerechtfertigt sind"

von Jean-Pascal Ostermeier14:45 Uhr | 15.04.2021
Martina Voss-Tecklenburg setzt sich für faire Löhne ein
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg spricht sich für fairere Löhne im Frauenfußball aus, damit mehr Spielerinnen den Sport hauptberuflich ausüben können. "Im Männerfußball wird überdimensional bezahlt. Es ist gar nicht unser Anspruch, da hinzukommen. Sondern wir wollen uns verändern, wir wollen Löhne haben, die gerechtfertigt sind, wir brauchen Fußballerinnen, die den Profi-Status haben, um den Beruf Fußball mit einer Existenzbasis leisten zu können", sagte Voss-Tecklenburg im NDR2-Podcast "Bundesligashow".

Darüber hinaus äußerte sich die 53-Jährige zu Anfeindungen im Netz und dem mangelnden Respekt, der Frauen im Fußball häufig entgegengebracht wird: "Oft kommt das von Leuten, die Vorurteile haben und in der Anonymität sowieso irgendwie gegen alles schießen. Da sollten wir weniger drauf eingehen, denn das ist verschwendete Energie."



Auch ARD-Sportreporterin Stephanie Baczyk kommt zu Wort und berichtet von ihren Erfahrungen: "Es gibt Kommentare, die so formuliert sind, dass sie dich persönlich treffen. Alles unter der Gürtellinie", sagte die 34-Jährige, die sich die Anfeindungen teilweise zu Herzen nimmt: "Ich glaube schon, dass ich öfter darüber nachgedacht habe, wie ich nach außen wirke. Bei Anfeindungen ist es immer noch eine große Herausforderung, bei sich selbst zu bleiben und nicht auf alles zu reagieren, was von außen kommt."

(sid)

Die Spieler haben die Fakten geschaffen. Als Schiedsrichter reagiert man nur darauf.

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