Rückhol-Poker mit Chelsea – Finanziert Nkunku den Werner-Deal?

von Christian Naß10:08 Uhr | 03.08.2022
Timo Werner (Photo by Clive Rose/Getty Images)

Timo Werner will zurück nach Leipzig und Leipzig will Werner zurück. So weit, so gut. Allerdings gestalten sich die Verhandlungen zwischen RB Leipzig und dem FC Chelsea schwierig. Eine interessante Konstellation könnte der entscheidende Schlüssel sein.

Werner hatte die bislang erfolgreichste Zeit seiner Karriere in Leipzig. In 166 Pflichtspielen für die Sachsen konnte der Stürmer insgesamt 95 Tore erzielen. Alle 132 Minuten netzte der 26-Jährige im Trikot von RB ein.

An solche Zeiten erinnert man sich als Spieler gerne – besonders, wenn es aktuell nicht so gut läuft. In der vergangenen Saison absolvierte Werner 21 Spiele in der Premier League für Chelsea. Dabei gelangen ihm lediglich vier Treffer. Über die Reservistenrolle kommt der deutsche Nationalspieler im Moment nicht hinaus.

Um im Hinblick auf die anstehende Weltmeisterschaft in Katar wieder mehr Spielpraxis sammeln zu können und vor allem mehr Erfolgserlebnisse zu haben, möchte der gebürtige Stuttgarter zurück nach Leipzig. Für diesen Schritt würde er nach Informationen der „Sport Bild“ sogar Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. Derzeit verdient der Rechtsfuß in London rund 18 Millionen Euro jährlich. So viel können die Sachsen ihm allerdings nicht bieten.

Chelsea fordert 33 Millionen Euro für Werner

Während Werner bereit für eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte zu sein scheint, möchte sein aktueller Trainer Thomas Tuchel den Stürmer bislang nicht ziehen lassen. Chelsea hat bereits mit Romelu Lukaku einen Top-Angreifer abgegeben. Um das nötige Geld für einen adäquaten Ersatz in die Kassen zu spülen, fordern die Blues 33 Millionen Euro. Eine Summe, die RB Leipzig derzeit nicht stemmen kann.

Bei den Sachsen basteln die Verantwortlichen daher an einer Lösung, die auch Christopher Nkunku mit einschließt. Der Klub leiht Werner mit einer Kaufpflicht für 2023 von Chelsea aus. Um die Kaufpflicht zu erfüllen, könnte Leipzig dann den Transfer durch die zu erwartenden Einnahmen aus einem Nkunku-Verkauf finanzieren. Der Franzose hatte kürzlich seinen Vertrag bei RB verlängert, kann der Verein aber ab kommenden Sommer für eine festgeschriebene Ablöse von 60 Millionen Euro verlassen.


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