Die Last-Minute-EURO

von Carsten Germann13:26 Uhr | 22.06.2024
Foto: Imago

Der zweite Vorrundenspieltag der EURO 2024 läuft auf vollen Touren – und er brachte die ersten Entscheidungen (Deutschland und Spanien stehen vorzeitig im Achtelfinale) und einen neuen Top-Wert – und zwar in Sachen Last-Minute-Tore. Bei Slowenien gegen Serbien (1:1) in Gruppe C in München ließ Ex-Frankfurt-Star Luka Jovic in der 5. Minute der Nachspielzeit die Arena beben. Die serbischen Fans waren in einer wahren Jubel-Ekstase.

„Ehrlich gesagt hatte ich schon an das Aus gedacht“, erzählte Luka Jovic der Wiener Kronen-Zeitung (Freitags-Ausgabe), „jetzt bin ich einfach nur glücklich.“

Der 2019 für 63 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid gewechselte Stürmer, der mit seinem Wechsel bis 2023 Rekord-Transfer der SGE war und mittlerweile beim AC Milan spielt, erstellte mit seinem Kopfball-Tor einen neuen Bestwert.

Sechs Treffer

Es war bereits der 6. Treffer in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit in diesem Turnier – das sind schon jetzt mehr als in der gesamten paneuropäischen Endrunde 2021. Damals waren es 5 Last-Minute-Treffer.

  • Emre Can machte im Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland – ebenfalls in München – mit dem 5:1 den Anfang.
  • Einen Tag später schoss der Ex-Schalker Breel Embolo die Schweiz mit dem 3:1 gegen Ungarn (90. + 3) in Köln ins Glück.

90. + 7

  • Die Türkei startete in Dortmund mit einem 3:1 gegen Neuling Georgien in die Gruppe F – und erzielte durch Kerem Aktürkoglu (90. + 7) das späteste Tor dieser EM.
  • Portugal entschied in der gleichen Gruppe die Partie gegen Tschechien durch Francisco Conceicao (90. + 2) und sein 2:1 in Leipzig ebenfalls nach Ende der regulären Spielzeit.

Mit diesem Treffer sind die „Feurigen“ im letzten Spiel gegen Italien am Montagabend in Leipzig zum Siegen verdammt. 



Ihr seid nie zufrieden! Ihr würdet noch klagen, wenn ich Jesus Christus berufen würde!

— Carlos Dunga, Nationaltrainer von Brasilien, zu Journalisten.